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Präeklampsie-Screening

Neu in unserer Praxis:

Innovatives Screening für Präeklampsie und kindliche Mangelentwicklung.

Die Präeklampsie: mögliche schwere Komplikation

Die schwere Präeklampsie, definiert als erhöhter Blutdruck in Verbindung mit einer Eiweißausscheidung im Urin während der Schwangerschaft, tritt fast immer als Folge einer Minderdurchblutung der Plazenta auf.
Diese chronische Unterfunktion der Plazenta führt zu einer kindlichen Mangelentwicklung: das Kind ist deutlich zu klein. Oft entwickelt sich daraus eine akute Unterversorgung des Kindes, weswegen das Kind dann vorzeitig als Frühgeburt zur Welt kommt.

Ein erhöhtes Risiko besteht vor allem für Erstschwangere über 35 oder unter 18, Schwangere mit bekanntem Bluthochdruck, einer Präeklampsie in einer vorangegangenen Schwangerschaft sowie sowie Schwangere mit Mehrlingen.

Therapie bei frühzeitiger Erkennung möglich

Neuere Studiendaten zeigen, dass bei Schwangeren mit einem erhöhten Risiko das Auftreten der Präeklampsie durch die frühzeitige tägliche Einnahme einer niedrigen Dosis Acetylsalicylsäure (ASS, Aspirin) deutlich verringert werden kann.
Aus diesem Grund ist es wichtig, Risiko-Schwangere möglichst frühzeitig zu erkennen.
Die bisherigen Untersuchungen zur Präeklampsie kommen alle zu spät: die Präeklampsie kann nicht mehr verhindert werden.

Genau hier setzt das neue Screening an. Der Test wird so früh in der Schwangerschaft durchgeführt, dass eine mögliche Therapie das Entstehen der Präeklampsie noch verhindern kann.

Kombinierter Test: Labor und Ultraschall

Der Test besteht aus mehreren Teilen. Es werden 2 Laborwerte aus dem mütterlichen Blut bestimmt (PAPP-A und PlGF), der mütterliche mittlere Blutdruck gemessen und die Durchblutung der Gebärmutterschlagader auf beiden Seiten bestimmt. Aus diesen Werten und weiteren Angaben aus der Vorgeschichte wird dann mit einem Computerprogramm das individuelle Risiko für diese Schwangerschaft berechnet, an einer Präeklampsie zu erkranken.

Schwangere, bei denen sich ein erhöhtes Präeklampsie-Risiko zeigt, sollten dann bis 6 Wochen vor dem Entbindungstermin täglich 50 mg Acetylsalicylsäure einnehmen.

Der Test kann sehr gut mit dem Ersttrimester-Screening kombiniert werden: der ideale Zeitpunkt für beide Untersuchungen ist identisch (12. - 13. Woche), außerdem wird bei beiden das PAPP-A aus dem mütterlichen Blut benötigt und muss somit nur einmal bestimmt werden. Das spart auch Kosten.