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Dysplasie-Sprechstunde

Dysplasien am Muttermund und äußeren Genital

Dysplasien am Gebärmutterhals sind Zellveränderungen als Folge einer Infektion mit sogenannten high-risk-HPV. Sie gehören zu den häufigsten Erkrankungen der Frau.
Bei vielen betroffenen Frauen entwickeln sich diese Zellveränderungen (=Dysplasien) glücklicherweise wieder zurück und auch die Infektion mit HPV wird ohne weitere Therapie geheilt. Diese Heilung muss nur durch engmaschige Untersuchungen kontrolliert werden.
Bei einem Teil der mit HPV infizierten Frauen können sich diese anfangs harmlosen Zellveränderungen (= Dysplasien) aber über schwere Dysplasien bis hin zum Gebärmutterhalskrebs entwickeln. Bei diesen Patientinnen ist eine operative Behandlung der Dysplasie notwendig.

Häufig zu früh und unnötig behandelt

Leider werden viele gerade auch junge Frauen (mit Kinderwunsch) immer noch zu früh und häufig auch unnötig operiert. Die Folgen einer Operation am Muttermund (Konisation) können Unfruchtbarkeit durch Narbenbildung am Muttermund sowie gehäufte Fehl- und Frühgeburten im Falle einer eingetretenen Schwangerschaft sein.
Daher ist es so wichtig, die Patientinnen, bei denen eine Operation notwendig ist von den Pateintinnen zu unterscheiden, bei denen eine engmaschige Kontrolle ausreichend ist und auf eine OP verzichtet werden kann.
Entscheidend ist auch die Wahl der richtigen Operationsmethode, um so wenig Gewebe wie möglich zu entfernen.

Dysplasie-Sprechstunde

Diese Unterscheidung zwischen harmlosen und (potentiell) gefährlichen Zellveränderungen erfolgt durch eine Untersuchung in unserer zertifizierten Dysplasie-Sprechstunde.
Diese gynäkologische Dysplasie-Sprechstunde ist von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert (OnkoZert).
Damit wird bescheinigt, dass die gynäkologische Dysplasie-Sprechstunde die für die Behandlung von Dysplasie-Patientinnen von der AG-CPC, DGGG, AGO und DKG definierten "Fachlichen Anforderungen an Gynäkologische Dysplasie-Sprechstunden" erfüllt.
Nach einer solchen Untersuchung kann entschieden werden, ob weiter zugewartet werden kann oder doch ein operativer Eingriff erfolgen muss.
Hierbei helfen uns verschiedene moderne Untersuchungsverfahren. Dazu gehören

- ThinPrep (Dünnschicht-Flüssigkeitszytologie)
-
Video-Kolposkopie
- Probeentnahmen am Gebärmutterhals (PE)
- Cervix-Curettage
- immunhistochemische Marker
- HPV-Diagnostik
- Endometriumbiopsie („Pipelle™“)
- Hysteroskopie


Durch die modernen Untersuchungsverfahren können wir genau unterscheiden, bei welchen Patientinnen die Zellveränderungen harmlos sind und bei welchen sie gefährlich sind.

Falls doch ein operativer Eingriff notwendig ist, kann dieser selbstverständlich ambulant bei uns durchgeführt werden.

Wir empfehlen Ihnen einen Termin wenn

  • bei Ihnen eine Zellveränderung durch einen auffälligen Abstrich festgestellt wurde.
  • bei Ihnen eine Operation am Gebärmutterhals (Muttermund) empfohlen wurde.
  • Sie vor dem endgültigen Entschluß zu einer OP noch eine Zweitmeinung hören wollen.