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Impfungen

Hochwirksam und wichtig

Impfungen gehören zu den wichtigsten und wirksamsten Massnahmen, die der modernen Medizin zur Verfügung stehen. Die im 20. Jahrhundert dramatisch gesunkene Kindersterblichkeit und das damit verbundene Ansteigen der durchschnittlichen Lebenserwartung in den meisten Ländern der Erde sind sicherlich zu einem großen Teil auf die Impfungen zurückzuführen.
Viele Infektionskrankheiten, die noch vor 50 Jahren Angst und Schrecken verbreiteten, spielen dank der Impfungen heute bei uns keine Rolle mehr, wie zum Beispiel Diphtherie und Poliomyelitis (infektiöse Kinderlähmung).
Die früher gefürchteten Pocken konnten durch konsequentes Impfen ganz ausgerottet werden. Weitere Erkrankungen, die die WHO (= Weltgesundheitsorganisation) in den nächsten Jahren weltweit ganz beseitigen möchte, sind die Poliomyelitis ("Kinderlähmung") und die Masern.

Verträglichkeit

Die modernen Impfstoffe sind normalerweise gut verträglich. Echte Impfschäden sind heute eine echte Rarität, der Nutzen der Impfungen überwiegt bei sachgerechter Durchführung bei weitem die minimalen Restrisiken.
Gelegentlich kommen lokale Unverträglichkeitsreaktionen an der Einstichstelle vor, diese lassen sich meist durch Kühlung rasch bessern.

Wie steht es um Ihren Impfschutz?

In unserer Praxis werden alle von der STIKO empfohlenen Impfungen durchgeführt, wir beraten Sie gerne.
Bringen Sie bei Vorsorgeuntersuchungen doch einfach Ihren Impfausweis mit, dann können wir gleich Ihren Impfschutz überprüfen!

Die Impfungen im Einzelnen:

HPV

Ganz wichtig und innovativ: die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs.
Die Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs wird von allen gesetzlichen und den meisten privaten Krankenkassen bei jungen Mädchen bis zum 18. Geburtstag bezahlt, manchmal auch darüber hinaus. Diese wichtige Impfung sollten alle infrage kommenden Mädchen und Frauen unbedingt wahrnehmen!
Die Impfung ist gut verträglich, gelegentlich können wie auch bei anderen Impfungen flüchtige Schwellungen und Schmerzen an der Impfstelle im Oberarm auftreten; hier hilft Kühlen und ggf. Ibuprofen oder ein ähnliches Präparat.
Zur Zeit gibt es zwei Impfstoffe gegen HPV; über Vor- und Nachteile der beiden Impfstoffe beraten wir Sie gerne.

Erkrankung

Gewebeveränderungen am Gebärmutterhals (Dysplasien) und der sich daraus möglicherweise entwickelnde Gebärmutterhalskrebs gilt als Folge einer Infektion mit HPV. Die Impfung gegen die beiden wichtigsten Stämme 16 und 18 bietet einen Schutz etwa zu 70%.
Nebenbei schützt einer der beiden zur Verfügung stehenden Impfstoffe auch noch zumindest eine Zeit lang gegen die unangenehmen Feigwarzen im Genitalbereich (Kondylome), verursacht durch die Typen 6 und 11.

Wer soll geimpft werden?

Die STIKO empfiehlt in Ihrer aktuellen Empfehlung vom 23.3.2007 die HPV-Impfung für alle Mädchen im Alter von 12 bis 17 Jahren.
Besonders sinnvoll ist die Impfung vor Aufnahme von sexuellen Kontakten.
Bei bereits infizierten Frauen ist die Impfung nicht sinnvoll. Unklar ist auch, ob die Impfung auch nach einer früher durchgemachten HPV-Infektion nützlich ist. Hier sind noch viele Fragen offen.

Impfschema

Eine Grundimmunisierung besteht aus 3 Injektionen, die üblicherweise in den Oberarm intramuskulär gegeben wird. Die ersten beiden Injektionen erfolgen im Abstand von 4 Wochen, die dritte Injektion wird etwa 6 Monate nach der ersten Injektion durchgeführt.
Über eventuell notwendige Auffrischimpfungen gibt es noch keine sicheren Erkenntnisse. Zum jetzigen Zeitpunkt sind keine Aufrischimpfungen vorgesehen.

Tetanus

Die Tetanus-Impfung ist eine der wichtigsten Impfungen überhaupt!
Sie ist gut verträglich, kann mit anderen Impfstoffen kombiniert werden und stellt für jeden eine Art "Grundsicherung" dar.

Erkrankung

Erreger sind Tetanus-Bakterien (Clostridium tetani).
Der "Wundstarrkrampf" wird durch ein Nervengift verursacht, das von den Tetanus-Bakterien abgesondert wird. Dieses Nervengift führt zu einer Atemlähmung, übrigens bei vollem Bewußtsein!
Die Sterblichkeit bei Wundstarrkrampf liegt zur Zeit immer noch bei 60%!
Jede Verletzung, auch eine kleine Schürfwunde oder ein Kratzer, kann zu einer Wundstarrkrampf-Infektion führen.

Wer soll geimpft werden?

Jeder!
Kinder haben mit ca. 90% die höchsten Durchimpfungsraten; diese lässt mit zunehmendem Lebensalter nach. Etwa 2/3 aller Menschen über 60 sind nicht ausreichend gegen Tetanus geschützt. In allen Altersgruppen haben Frauen einen schlechteren Impfschutz im Vergleich zu Männern!

Impfschema

Eine Grundimmunisierung besteht aus 3 Injektionen, die üblicherweise in den Oberarm intramuskulär gegeben wird. Die ersten beiden Injektionen erfolgen im Abstand von 4 - 6 Wochen, die dritte Injektion wird etwa 6 Monate nach der ersten Injektion durchgeführt.
Nach einer erfolgten Grundimmunisierung ist eine Auffrischung alle 10 Jahre erforderlich.
Die Tetanus-Impfung wird sinnvollerweise mit der Diphtherie-Impfung, evtl auch der Pertiussis- und Polio-Impfung kombiniert.

Pneumokokken

Die Impfung ist für die unten genannten Risiko-Gruppen auch wegen der zunehmend erschwerten Behandlung der Pneumokokken-Infektion zu empfehlen; immer mehr Pneumokokken - Stämme werden gegen Antibiotika resistent.

Erkrankung

Erreger sind Pneumokokken (= Streptococcus pneumoniae).
Die Pneumokokken werden durch sogenannte Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch übertragen.
Die Besiedlung des Nasen-Rachen-Raumes führt nicht zwangsläufig zu Krankheitssymptomen. Gefährdet sind Kleinkinder und ältere und abwehrgeschwächte Menschen.
Die Pneumokokken-Infektion führt vor allem zu Lungenentzündungen und Mittelohrentzündungen; als Komplikationen können Hirnhautentzündungen, Lungenfellentzündungen, Herzbeutelentzündungen sowie septische Verläufe mit tödlichem Ausgang auftreten. Allein in den USA hat man die Zahl der durch Pneumokokken hervorgerufenen Todesfälle auf etwa 40.000 pro Jahr geschätzt.

Wer soll geimpft werden?

Alle Frauen und Männer ab dem 60. Geburtstag!
Darüberhinaus wird sie empfohlen für alle Menschen mit einem erhöhten Krankheitsrisiko.
Das sind Menschen beispielsweise mit angeborener oder erworbener Abwehrschwäche, chronischen Krankheiten wie Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Nieren- und Leberfunktionsstörung, nach erfolgter Milzentfernung und nach durchgemachter Lungenentzündung.

Impfschema

Eine Grundimmunisierung besteht aus 1 Injektion, die üblicherweise in den Oberarm subcutan oder intramuskulär gegeben wird. Eine Auffrischung wird alle 6 Jahre empfohlen.
Die Impfung ist sehr gut verträglich.

Masern-Mumps-Röteln (MMR)

Die Impfung bietet einen nahezu 100%igen Schutz vor der Röteln- sowie Masern- und Mumps-Erkrankung und den unten genannten Komplikationen während einer Schwangerschaft.
Ziel der Impfung ist es, Masern, Mumps und Röteln möglichst vollständig zurückzudrängen und damit auch ungeschützte schwangere Frauen zu vor einer Röteln-Infektion in der Schwangerschaft zu bewahren.
Die Impfung ist sehr gut verträglich.

Wer soll geimpft werden?

Alle Kinder (auch Jungen!) ab dem 15. Monat immer nur als kombinierte Masern-, Mumps- und Röteln-Impfung.
Eine 2. Impfung erfolgt bei allen Kindern spätestens bis zum 6. Lebensjahr.
Die Impfung kann jederzeit nachgeholt werden, auch die 2. Impfung kann später erfolgen!
Ganz wichtig: alle ungeschützten Frauen im gebärfähigen Alter!

Erkrankung

Masern sind alles andere als harmlos. Gefürchtet sind zahlreiche Akutkomplikationen sowie als schlimmste Spätkomplikation die tödlich verlaufende Masern-Encephalitis (Gehirnentzündung).
Mumps kann bei Jungen zur Unfruchtbarkeit führen, auch für Mädchen ist eine dauerhafte Schädigung der Eierstöcke durch Mumps bekannt.
Bedeutsam ist die Röteln-Infektion durch die schweren kindlichen Fehlbildungen, die durch eine Röteln - Infektion während der Schwangerschaft entstehen (sog. Röteln-Embryopathie und Fetopathie). Hierbei kommt es hauptsächlich zu schweren Herzfehlbildungen, Augenschäden und Taubheit (sog. GREGGsche-Trias, benannt nach einem australischen Kinderarzt).

Impfschema

Die Impfung wird durch eine Injektion intramuskulär üblicherweise in den Oberarm vorgenommen.
Es müssen im Leben 2 Impfungen erfolgen. Danach sind keine weiteren Auffrischungen vorgesehen.

Reiseimpfungen

Immer wichtiger bei zunehmenden Fernreisen!

Hierzu werden alle Impfungen gerechnet, die wegen einer privaten Auslandsreise erforderlich sind. Reiseimpfungen in diesem Sinn dürfen nicht von der gesetzlichen Krankenkasse übernommen werden und werden nach GOÄ berechnet. Viele Kostenträger übernehmen aber mittlerweile die Kosten für solche Reiseimpfungen. Wir beraten Sie gerne dazu.
Gerade vor Fern- und Tropenreisen sollte aber auch der Impfschutz für Standardimpfungen überprüft werden.

Hepatitis A

Hepatitis A wird durch verunreinigtes Trinkwasser und damit hergestellten Speisen übertragen. Auch über nicht gekochte oder geschälte Lebensmittel kann Typhus übertragen werden. Typhus kommt vor allem in Ländern mit schlechten hygienischen Standards vor. Dazu gehören auch viele heutzutage sehr beliebte Resieländer der Deutschen.

Typhus

Typhus wird durch verunreinigtes Trinkwasser und damit hergestellten Speisen übertragen. Auch über nicht gekochte oder geschälte Lebensmittel kann Typhus übertragen werden. Typhus kommt vor allem in Ländern mit schlechten hygienischen Standards vor. Im Zweifel gilt bei Reisen in diese Länder der alte Merksatz: „Peel it, cook it, or forget it!“ („Schäle es, koche es oder vergiss es!“).
Zum Schutz gibt es eine Impfung mit einer Injektion, die zu 60% schützt und etwa 3 Jahre hält. Alternativ kann auch eine Impfung mit 3 Tabletten durtchgeführt werden, diese Impfung muß aber jährlich wiederholt werden. Weitere Informationen beim RKI.

Cholera

Cholera wird durch das Bakterium Vibrio cholerae verursacht, das hauptsächlich über verunreinigte Nahrung oder verunreinigtes Wasser übertragen wird. Cholera kommt wie Typhus vor allem in Ländern mit schlechten hygienischen Standards vor.
Die schwere Durchfallerkrankung kann unbehandelt wegen des ausgeprägten Flüssigkeitsverlustes schnell lebensbedrohlich werden.

Hepatitis B

Gefährliche sexuell übertragbare Erreger: Hepatitis B-Virus.
Die Hepatitis B ist weltweit eine der gefährlichsten Infektionskrankheiten. Für die frauenärztliche Praxis ist sie besonders wichtig, da die Infektion meistens über sexuelle Kontakt, auch Speichelaustausch, stattfindet. Auch in bzw. nach einer Schwangerschaft ist bei infektiösen, an Hepatitis B erkrankten Frauen mit schweren Komplikationen zu rechnen.

Erkrankung

Erreger ist das Hepatitis B - Virus (HBV, "dane" - Partikel).
Die Viren werden durch Blut, Blutbestandteile, Körperflüssigkeiten und vor allem sexuelle Kontakte übertragen.
Die Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten weltweit mit ca. 300 Millionen Virusträgern! In manchen Ländern sind bis zu 30% der Bevölkerung betroffen.
Die Hepatitis zeigt in ca. 1% einen fulminanten Krankheitsverlauf mit meist tödlichem Verlauf. Bei etwa 10% aller Erkrankten wird die Hepatitis B chronisch mit möglichen bleibenden Leberschäden und Übergang in eine Leberzirrhose und Leberkrebs. Bei Kindern werden bis zu 90% aller Erkrankungen chronisch!

Wer soll geimpft werden?

Jeder!
Nach STIKO-Empfehlungen soll die Impfung schon im 4. Lebensmonat beginnen.
Von den Krankenkassen wird die Hepatitis B-Impfung bis 18 in jedem Fall bei Jungen und Mädchen übernommen. Daher wird in unserer Praxis auch bei allen jungen Mädchen unter 18 der Impfschutz für Hepatitis B überprüft.
Ab 18 wird die Hepatitis B-Impfung aber auch von den meistenKostenträgern noch übernommen.

Impfschema

Die Grundimmunisierung besteht aus 3 Injektionen. Die ersten beiden Injektionen werden in einem Abstand von 4 Wochen durchgeführt, die dritte Injektion erfolgt nach etwa 6 Monaten. Alternativ kann ein beschleunigtes Schema mit 3 Injektionen im Abstand von jeweils 4 Wochen vorgenommen werden.
Nach 10 Jahren wird der Impfschutz überprüft (Titer-Kontrolle) und bei Notwendigkeit aufgefrischt.
Die Impfung wird durch eine Injektion intramuskulär üblicherweise in den Oberarm vorgenommen und ist eine der am besten verträglichen Impfungen überhaupt.

FSME

Die Impfung schützt wirkungsvoll vor FSME. Sie ist sehr gut verträglich.
Gerade nach milden Wintern ist mit einer regelrechten Zeckenplage zu rechnen. Bei Reisen in Risiko-Gebiete ist die FSME-Impfung daher besonders wichtig.

Erkrankung

Erreger sind Tetanus-Bakterien (Clostridium tetani).
Die FSME (Frühsommer-Meningoencephalitis) ist eine Infektion der Hirnhaut, des Gehirns und des Rückenmarks, die durch virusinfizierte Zecken verursacht wird.
Das Virus wird durch den Stich einer blutsaugenden Zecke, meist dem "gemeinen Holzbock" (Ixodes ricinus), mit virushaltigem Speichel übertragen.
Bei der FSME kommt es nach einer ersten grippeähnlichen Phase in einer zweiten Phase zur Erkrankung des Zentranervensystems mit entsprechenden neurologischen Symptomen. Bei etwa 30 % aller Erkrankten muß mit bleibenden Folgeschäden wie anhaltenden Kopfschmerzen, Lähmungen, vegetativen Beschwerden oder auch Konzentrationsstörungen gerechnet werden.
Risikogebiete: In Deutschland ist das FSME-Virus hauptsächlich in Gebieten Bayerns und Baden-Württembergs (Bayerischer Wald und Teile des Schwarzwaldes) verbreitet. Außerhalb Deutschlands bestehen sogenannte Endemie-Gebiete in Österreich, Ungarn, Tschechien, der Slowakischen Republik, Polen, der ehemaligen Sowjetunion sowie in Südschweden und Südfinnland.

Wer soll geimpft werden?

Reisende in Risiko - Gebiete,
Bevölkerung in den Risikogebieten,
Personen, die in den genannten Gebieten Tätigkeiten in Land- und Forstwirtschaft ausüben.

Impfschema

Eine Grundimmunisierung besteht aus 3 Injektionen, die üblicherweise in den Oberarm intramuskulär gegeben werden. Die beiden ersten Injektionen erfolgen im Abstand von 1 - 3 Monaten, die dritte Injektion nach 9 - 12 Monaten (sog. Langzeit - Schema). Bei rasch erforderlichem Impfschutz kann auch das Schnellimmunisierungsschema verwendet werden; dabei werden alle 3 Injektionen innerhalb von 3 Wochen gegeben.
Nach einer erfolgten Grundimmunisierung wird eine Auffrischung alle 3 - 5 Jahre empfohlen, bei Reisen in ein Endemiegebiet nach vorheriger Immunisierung nach dem Schnellimmunisierungsschema ist diese schon nach 18 Monaten notwendig.

Pertussis
Wer soll geimpft werden?
Impfschema
Erkrankung
Influenza (Virusgrippe)

Die Grippeschutzimpfung muss jedes Jahr wiederholt werden, da es sich jedes Jahr um andere Grippeviren handelt!
Die Impfung sollte rechtzeitig vor Beginn der "Erkältungssaison", also im Spätsommer oder Herbst vorgenommen werden. Je nach epidemiologischer Situation kann aber eine Impfung auch zu einem anderen Zeitpunkt sinnvoll sein.

Erkrankung
Wer soll geimpft werden?

Alle Menschen über 60 (wegen des schwächer werdenden Immunsystems) sowie Personen, die beruflich viel mit anderen Menschen in Berührung kommen, wie zum Beispiel Kindergarten- und Schulpersonal, Personal aus medizinischen und Pflegeberufen, Verkaufspersonal und Personal der öffentlichen Transportsysteme
Außerdem Personengruppen mit bestimmten Grundkrankheiten, die durch eine Grippe-Erkrankung besonders gefährdet sind, wie zum Beispiel Personen mit schweren Herz-Kreislauferkrankungen, chronischen Atemwegs-Erkrankungen, chronischer Blutarmut oder angeborener oder erworbener Abwehrschwäche.

Impfschema

Eine Immunisierung besteht aus 1 Injektion, die üblicherweise in den Oberarm intramuskulär oder subcutan gegeben wird.
Die Impfung muß jedes Jahr am besten im September/Oktober wiederholt werden.

Gynatren
Erkrankung

Neuer Ansatz bei wiederholten Scheideninfektionen!
Bis zu 10 % aller Frauen leiden an ständig wiederkehrenden Scheideninfektionen. Dabei handelt es sich meistens um bakterielle Infektionen wie die sogenannte Aminkolpitis. Ursache für diese ständigen Scheideninfektionen sind häufig Störungen der normalen, physiologischen Scheidenflora. Ist die normale, physiologische Scheidenflora gestört, kann Sie Ihre Abwehrfunktion gegen von außen eindringende Bakterien nicht mehr wahrnehmen.
Genau hier setzt die Impfung mit Gynatren an. Durch die ausgelöste Immunreaktion wird die Scheidenflora normalisiert und kann dann die Scheide wieder gegen bakterielle Infektionen schützen.

Wer soll geimpft werden?

Die Gynatren-Impfung ist vor allem Frauen anzuraten, die an gehäuften bakteriellen Infektionen wie die Aminkolpitis der Scheide leiden. Tritt eine solche Infektion mehr als 3 mal im Jahr auf, profitiert die betroffene Patientin von der Impfung.
Die Erfolgsrate liegt bei über 80%.

Impfschema

Eine Grundimmunisierung besteht aus 3 Injektionen, die üblicherweise in den Oberarm intramuskulär gegeben wird.
Die ersten 3 Injektionen erfolgen im Abstand von je 2 Wochen, die 4. Injektion wird 12 Monate nach der ersten Injektion durchgeführt.
Nach einer erfolgten Immunisierung besteht ein Schutz für wenigstens 36 Monate.
Die Impfung ist gut verträglich, gelegentlich können wie auch bei anderen Impfungen flüchtige Schwellungen und Schmerzen an der Impfstelle im Oberarm auftreten; hier hilft Kühlen und ggf. Ibuprofen oder ein ähnliches Präparat.

Strovac
Erkrankung
Wer soll geimpft werden?
Impfschema
Poliomyelitis

Anfang der 60er Jahre wurde die Schluckimpfung mit einem abgeschwächten Lebendimpfstoff (nach Sabin) eingeführt. Seit 1998 wird nur noch die Impfung mit einem inaktivierten Impfstoff (nach Salk) empfohlen. Die Polio-Impfung ist wie die Tetanus- und Diphtherie-Impfung eine der wichtigsten Impfungen. Sie ist sehr gut verträglich.
Die WHO (=Weltgesundheitsorganisation) hat sich die weltweite Ausrottung der "Kinder"lähmung in den nächsten Jahren zum Ziel gesetzt.

Erkrankung

Erreger sind Polioviren (Poliovirus Typ I, II und III).
Die Polioviren werden durch Schmutz- und Schmierinfektionen über den Magen-Darm-Trakt übertragen.
Die Erkrankung kann zu bleibenden Lähmungen der Arme, Beine, des Zwerchfells und damit der Atmung führen. Bleibende Schäden treten bei etwa 20 - 30% der Erkrankten auf, die Sterblichkeit liegt bei bis zu 10% aller Erkrankten.
Die "Kinder"lähmung trat bis 1960/1961 epidemieartig auf, mit zuletzt bis zu 4000 erkrankten Personen. Nach Einführung der Schluckimpfung kam es zu einem schlagartigen Rückgang der Erkrankungsfälle.

Wer soll geimpft werden?

Jeder!
Kinder haben sehr hohe Durchimpfungsraten; diese lässt mit zunehmendem Lebensalter sehr rasch nach.
Vor allem bei Reisen in ein Land, in dem die "Kinder"lähmung noch immer vorkommt, ist eine Aktualisierung des Impfschutzes erforderlich.

Impfschema

Eine Grundimmunisierung besteht aus 2 Injektionen, die üblicherweise in den Oberarm subcutan oder intramuskulär gegeben wird. Die beiden Injektionen erfolgen im Abstand von 2 - 6 Monaten. Nach einer erfolgten Grundimmunisierung wird eine Auffrischung empfohlen, vor allem bei Reisen in ein Endemiegebiet, d.h. ein Land, in dem die "Kinder"lähmung noch häufiger vorkommt, auch später noch.

Diphtherie

Die Diphtherie-Impfung ist wie die Tetanus-Impfung ist eine der wichtigsten Impfungen überhaupt!
Sie ist gut verträglich, kann mit anderen Impfstoffen kombiniert werden und stellt für jeden eine Art "Grundsicherung" dar.

Erkrankung

Erreger sind Diphtherie-Bakterien (Corynebacterium diphtheriae).
Die Diphtherie-Bakterien werden hauptsächlich mit der Atemluft von Mensch zu Mensch übertragen.
Die Diphtherie-Erkrankung wird, ähnlich wie der Wundstarrkrampf, durch ein Gift hervorgerufen, das von den Diphtherie-Bakterien abgesondert wird ("Diphtherietoxin"). Die Diphtherie beginnt meist mit einer schweren Entzündung im Rachenraum, auch am Kehlkopf. Das von den Bakterien abgesonderte Gift führt u.a. zu einer schweren Herzentzündung, einer Leber- und Nierenschädigung und einer massiven Schwellung der Halslymphknoten mit Erstickung.
Die Diphtherie trat bis in die Nachkriegsjahre epidemieartig auf, wegen der hohen Sterblichkeit von etwa 25% wurde sie der "Würgeengel der Kinder" genannt. In letzter Zeit trat die Krankheit vor allem in Russland und anderen GUS - Staaten auf.

Wer soll geimpft werden?

Jeder!
Kinder haben sehr hohe Durchimpfungsraten; diese lässt mit zunehmendem Lebensalter sehr rasch nach.
Nur 10% aller Erwachsenen erhalten eine Auffrischimpfung gegen Diphtherie! Vor allem bei Reisen in die oben genannten Länder muss der Impfschutz aktualisiert werden.

Impfschema

Die Grundimmunisierung besteht wie bei der Tetanus-Impfung aus 3 Injektionen. Nach einer erfolgten Grundimmunisierung ist eine Auffrischung alle 10 Jahre erforderlich. Die Diphtherie-Impfung wird sinnvollerweise mit der Tetanus-Impfung, evtl. auch der Pertussis- und Polio-Impfung kombiniert.